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Gedanken zum Jahreswechsel 2021/2022

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Tangermünder,

 

in Zeiten von Krisen ändern sich nicht nur unsere liebgewonnenen Gewohnheiten, sondern auch unsere Vorstellungen vom Wesentlichen.

Helmut Schmidt sagte: „In der Krise beweist sich der Charakter“.

Daran sollten wir uns messen.

Die weltweite Seuche beherrscht unser  Leben immer noch und leider wieder intensiver. Die Entwicklung der  Infektionslage macht deutlich, dass wir die Pandemie noch längst nicht überwunden haben. 

Wir haben kluge Köpfe in Gremien unseres Landes sitzen, deren Aufgabe es ist, die Politik und die Gesellschaft zu beraten und Empfehlungen zu geben. Die Leopoldina, der Deutsche Ethikrat, die Ständige Impfkommission sind die Einrichtungen, die wir für die Ernstfälle geschaffen haben. Und sie funktionieren.

Die Warnungen, die wir von ihnen hören, sind unmissverständlich und können nicht deutlicher, nicht lauter sein. Leider haben sie noch nicht alle erreicht.

Jeder Einzelne muss in dieser Situation seinen Beitrag leisten. Eine Einsicht, der sich wohl einige verschlossen haben.

Individualismus hilft uns jetzt nicht. Er trägt seinen Teil dazu bei, dass die Krise immer noch andauert. Schaffen wir es als Gesellschaft, die vorherrschenden gegensätzlichen Auffassungen zu überwinden?

Oder schaffen wir uns ab? In schwierigen Zeiten sollten Verständnis und gegenseitiger Respekt gegenüber dem Andersdenkenden unser Handeln bestimmen.

Wissenschaftler arbeiten an wirksamen Impfstoffen und Medikamenten. Der Schutz unserer Gesundheit steht im Mittelpunkt, auch wenn nicht alle Anordnungen nachvollziehbar sind.

Es gilt entschlossen und es gilt vor allem, solidarisch zu handeln. Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie.   Impfen ist solidarisch.

Dass man sich am Ende eines solchen Jahres Sorgen macht, wie man wohl Weihnachten und Silvester verbringen wird, ob in Familie oder allein, ist nachvollziehbar. Einmal mehr wird uns die Bedeutung solcher Momente bewusst. Es ist die Zeit um zurückzuschauen und um nach vorn zu blicken.

Es gibt ja aber auch gute Gründe, zuversichtlich und hoffnungsvoll ins neue Jahr zu gehen.

Im zu Ende gehenden Jahr konnten wir trotz der Einschränkungen unsere Infrastruktur wiederum erneuern und ausbauen. Neben dem Neubau des Schulhortes, der grundhaften Sanierung der Marktstraße, der Restauration des Schmuckgiebels des Alten Rathauses, der Ertüchtigung des Klärwerks und dem Beginn der Kanal- und Straßenarbeiten im Hünerdorf, haben wir die Löschwasserversorgung in Billberge verbessert und die Turnhalle in Buch instandgesetzt. Diese Aufzählung ist nur beispielhaft und nicht vollständig.

Die vielen privaten Baumaßnahmen zeigen, dass unsere Bürger an die Zukunft glauben und investieren. Das macht Mut.

Obwohl es nicht gut um die städtischen Finanzen steht, haben wir uns für das kommende Jahr so einiges vorgenommen. Vorgesehen sind Investitionen in den Brandschutz, in den Kinder-, Schul- und Jugendbereich sowie in Radwegebau und weiterhin in die Altstadtsanierung. Um die Nachfrage an Bauplätzen zu befriedigen, arbeiten wir an der Ausweisung weiterer Bauflächen.

Besondere Schwierigkeiten bereiten uns der laufende Betrieb und die Unterhaltung unserer Einrichtungen und Anlagen. Hierfür fehlt es an einer auskömmlichen Finanzausstattung durch das Land.

Leider musste auch in diesem Jahr das gesellschaftliche Leben auf das Machbare reduziert werden.

Die wenigen Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Töpfermarkt, das Schlauchbootrennen, die Märchentage des Shalomhauses und das Festkonzert zum 3. Oktober fanden bei den Besuchern großen Anklang.

Die Ausrichtung der 900-Jahrfeier in Buch hat gezeigt, dass die Bürger in der Lage sind, selbstständig ein attraktives und niveauvolles Fest zu gestalten, das den besonderen Bedingungen der Pandemie gerecht wird. 

Danken will ich den Menschen, die auch über die Feiertage hinweg Dienst leisten und ihre Arbeitskraft für das Gemeinwohl einsetzen, sei es bei der Feuerwehr, der Polizei, den Rettungsdiensten in den Krankenhäusern, in der Pflege oder in den vielen Ehrenämtern.

Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich wünsche Ihnen trotz aller Einschränkungen ein schönes Weihnachtsfest. Genießen Sie die besonderen Augenblicke des Jahres. Gehen Sie mit Optimismus und Vorfreude in das kommende Jahr 2022!

 

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Jürgen Pyrdok

Bürgermeister

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